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 Bürgerinitiative "im blauen Sessel" Ravensburg
 
 
Salonnacht am 28. April 2006

Glück - Lohn oder Geschenk ?


Zur ersten Literarisch-Philosophischen Salonnacht in der Ravensburger Altstadt öffnen zehn freundliche Gastgeber in der Marktstraße ihre Geschäfts-, Galerie- und Privaträume. Dort werden IM BLAUEN SESSEL Dichter und Denker von den Widersprüchen und Geheimnissen des Glücks erzählen. Die Forschung behauptet, der Mensch trage 48 Prozent Veranlagung zum Glück in sich. Für die restlichen 52 Prozent muss er etwas tun.
Aber was?

Haus Nr.12 Goldschmiede Wurm & Schmidl 20.00 und 21.00Uhr

Claudia Schreiber

 

 

Claudia Schreiber liest aus ihrem Erfolgsroman "Emmas Glück".
Die Bäuerin Emma aus "Hessisch-Sibirien" lebt an der Zonengrenze auf ihrem verschuldeten Hof und träumt von einem Mann. Da verunglückt Max in einem Sportwagen vor ihrem Haus ... Die skurrile Liebesgeschichte kommt im Herbst ins Kino mit Jördis Triebe/ und Jürgen Vogel in den Hauptrollen.

Haus Nr.16 Wohnung Dr. Stapp 20.00 und 21.00 Uhr

Thomas Vogel

 

 

 

 

Thomas Vogel liest in der Zunftstube der Schuhmachers aus seinem neuen Roman"Atacama".
Lenny Sterne, gefeierter Klarinettist aus New York, wird vom Unglück verfolgt.
Er verliert alles, auch sein Instrument, dem er magische Kräfte beimisst.
Widerstrebend zieht Lenny sich in die Wüste von Atacama zurück, wo er den Weg ZU seiner Kunst neu aufnimmt.
Rafik Schami: "... wie alle schelmischen Erzähler, führt Thomas Vogel seine Leser mit einem leisen Lächeln zur Wahrheit."

Haus Nr.27 Musikhaus Lange 19.00 und 21.00Uhr

Jürgen Bretzinger

 

 

„Oktavius“, Film von Jürgen Bretzinger
1979 in Ravensburg mit Ravensburger Bürgern gedreht, zeigt der Film das wechselvolle Leben des Hochstaplers Oktavius Pfleiderer, alias Horatius Häberle.
Im blauen Sessel sitzen der Regisseur Jürgen Bretzinger und der Schriftsteller und Maler Horatius Häberle. Sie sprechen über Glück und Unglück einer Spielernatur.

Haus Nr.20 Bang & Olufsen durchgehend geöffnet ab 19.00 Uhr
 

“Macht Geld glücklich?” Lottomillionäre und was aus ihnen geworden ist.
Reportage von Kirsten Waschkau und Thilo Knops

Haus Nr.43 Buchhandlung „Wolke“ 20.00 und 21.00Uhr

Józsi Gregor

 

 

Józsi Gregor liest aus „Der glückliche Tod“ von Albert Camus
Der Roman (1938) beginnt mit einem Mord, begangen von Patrices an dem geheimnisvollen Zagreus, der an den Rollstuhl gefesselt ist. Mit dessen Vermögen flieht Patrices. Er probt gegensätzliche Lebensformen und erringt sein Glück. Im Andenken an Zagreus hält er es bis zu seinem Tod fest.

Haus Nr.43 Wohnung Judith u. Georg Jarosch 20.00 und 21.00 Uhr

Ariel Wagner

 

 

 

Ariel Wagner liest aus „Anleitung zum Unglücklichsein“ von Paul Watzlawick.
Der Psychotherapeut beschreibt in seiner Parodie auf die Ratgeberliteratur und deren Glücksversprechen, wie man seinem Glück konsequent aus dem Weg gehen kann.
Unter dem malerischem Dach im vierten Stock werden Sie in dieser Lesung erfahren, warum Sie am Schalter oder im Flughafen immer in der falschen Schlange stehen, und es eigentlich auch schon vorher wissen.


Haus Nr.45 Humpishaus 19.00 und 20.00Uhr

Wolfram Frommlet

 

 

 

Wolfram Frommlet liest aus „Der Nazi und der Friseur“ von Edgar Hilsenrath.
SS-Mann und Massenmörder Max Schulz nimmt gegen Ende des Zweiten Weltkrieges die Identität seines Jugendfreundes Itzig Finkelstein an, nachdem er ihn und dessen Familie im KZ umgebracht hat. Als Freiheitskämpfer verschafft er sich in Palästina Ansehen, wird Friseur und genießt ein unbeschwertes Leben. Bis ihn das Gewissen plagt, und ein alter Richter auf dem Friseurstuhl einen „Prozess“ mit ihm beginnt.

Haus Nr.51 Wohnung Kai und Anke Sprenger 20.00 und 21.00Uhr
  Unter der Bohlendecke des frühen 16. Jahrhunderts liest der Schweizer Klaus Merz aus seinem Roman „Jakob schläft“.
Mit scharfem, wie poetischem Blick wird das Schicksal einer Familie in den fünfziger Jahren erzählt, die vor allem durch den Verlust des noch namenlosen Sohnes gekennzeichnet ist.Ausgezeichnet mit dem Herrmann-Hesse-Preis.
Peter von Matt schreibt dazu: „Ein Roman, der eigentlich ein Gedicht ist.“

Haus Nr.59 Galerie Doris Hölder 19.00 und 21.00Uhr

Prof. Günther Bien

 

Philosophischer Vortrag von Prof. Günther Bien: „Was ist Glück?“
Von Aristoteles bis zur Neuzeit sind viele Philosophen dem Begriff GLÜCK nachgegangen, um das Allgemeingültige aufzudecken. Jede Epoche hatte ihre eigene Idee vom Glück.
Wer ist glückswürdig? Ist Glück Lohn oder Geschenk?
Haus Nr.61 Gasthaus „Mohren“, Ravensburger Stube ab 22.00Uhr
Zusammentreffen von Akteuren und Zuhörern, die noch nicht glücksmüde sind.
Unter der Moderation von Priv. Doz. Dr. phil. Ralf Elm klingt der Abend aus.

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