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 Bürgerinitiative "im blauen Sessel" Ravensburg
 
 
 

Freitag, den 15. April 2011

Nach dem Ende

Eine Liebe scheitert. Ein Mensch stirbt. Ein Flugzeug stürzt ab.Was ein Endpunkt zu sein scheint, erweist sich nicht selten als Wendung des Schicksals oder Neubeginn im Leben. So wird das Ende zum Anfang.

Einführungsveranstaltung im Museum Humpis-Quartier
Marktstr. 45






Karin Nowak

führte ins Thema ein >

Michael Borrasch

stellte die Mitwirkenden der Salonnacht vor


Die Salons der Marktstraße nach Hausnummern:

Rathaus, Eingang Marktstraße (Spätgotischer Sitzungssaal)

Jan Assmann,
Kulturwissenschaftler und Ägyptologe
"
Tod und Jenseits im Alten Ägypten"

Unter allen Völkern und Religionen scheinen die Alten Ägypter sich über die Gegebenheiten „nach dem Ende“ die meisten und differenziertesten Gedanken gemacht zu haben. Sie haben Landkarten und Reiseführer der jenseitigen Welt entworfen und die Idee des Totengerichts entwickelt, bei dem sich entscheidet, ob es für den Einzelnen ein „danach" gibt oder ob der Tod das Ende bedeutet.

Wikipedia über Jan Assmann >
 
Nr. 9, Salon Jarmo Mäkinen (ehemaliges Patrizierhaus)


 

Martin Wallner & Stephan Leuchtenberg, Filmemacher
Kurzfilm „A Lost and Found Box of Human Sensation“

Der Vater stirbt an Krebs. Der Sohn, ein junger Mann, muss lernen, mit dem Verlust zu leben. Der Film zeigt die Bewältigung von Schmerz und Trauer in zu Herzen gehenden Bildern und poetischer Sprache (Englisch mit deutschen Untertiteln). Im Anschluss an die Vorführung diskutieren die international mehrfach ausgezeichneten Filmemacher mit dem Publikum.

    Homepage des Films >
 
Nr. 13, Figurentheater (Gewölbekeller neben der Brotlaube)

(c) Stefan Ulrich Meyer
 

Sibylle Lewitscharoff, Schriftstellerin
Roman „Apostoloff“

Nährt sie sich aus Liebe oder Hass, die Abrechnung mit dem Vater, dessen sterbliche Überreste zwei Schwestern aus Schwaben in die bulgarische Heimat überführen? Die Reise durch Bulgarien nimmt zuweilen groteske Züge an. Rabenschwarzer Humor überspielt die Zerrissenheit der Hinterbliebenen zwischen dem Land ihrer Vorfahren und der neuen äußeren und inneren Heimat.

    Wikipedia über Sibylle Lewitscharoff >
 
Nr. 20, Wohnung Weber (Patrizieranwesen aus dem 15. Jahrhundert)

(c) Ansgar Nöth
 

Martin von Arndt, Schriftsteller
Roman „Der Tod ist ein Postmann mit Hut“

Seit der Trennung von seiner Frau erhält Julio Monat für Monat anonyme Einschreiben mit einem leeren Blatt Papier. Wer schickt sie, und warum? Mithilfe seines Nachbarn, eines Kriminalbeamten im Ruhestand, versucht Julio den Absender dingfest zu machen. Doch wichtiger ist die Auseinandersetzung mit den Dingen seines Lebens, die in den Briefen stehen könnten

    Homepage von Martin von Arndt >
 
Nr. 26, Museum Ravensburger (Saal aus dem 15. Jahrhundert)
 

Markwart Herzog, Religionsphilosoph
"Erinnerungskultur im Fußball"

Vor allem britische Fans identifizieren sich oft über den Tod hinaus mit dem eigenen Fußballklub. Ob Verstreuung der Asche auf dem „heiligen Rasen“, exklusive Fanfriedhöfe oder Gedenksteine in der Stadionmauer – den Clubs, auch in Deutschland, eröffnen sich  neue lukrative Strategien der postmortalen Einbindung von Fans in die „Vereinsfamilie“.

    Perlentaucher über Markwart Herzog >
 
Nr. 27, Musikhaus Lange (Saal aus dem 15. Jahrhundert)
 

Barbara Bronnen, Schriftstellerin
Roman „Liebe bis in den Tod“

Gemeinsam wollte das alte Ehepaar aus dem Leben scheiden, weil die Frau an unerträglichen Schmerzen litt. Doch nachdem der Mann sie erschossen hat, bringt er nicht den Mut auf, sich selbst zu töten. Der Versuch der Wahrheitsfindung vor Gericht wird für den Angeklagten und seinen Richter zum Dialog über existenzielle Fragen von Schuld und Unschuld.

    Homepage von Barbara Bronnen >
 
Nr. 43, Institut für Tanz (Festsaal aus dem 15. Jahrhundert)

(c) Philipp Ostrowicz
 

Angelika Overath, Schriftstellerin
Roman „Nahe Tage“

Vom Sterbebett in der Klinik kehrt Johanna in die leere Wohnung der Mutter zurück. Während die Waschmaschine mit der zuletzt getragenen Kleidung der Toten läuft, geht Johanna durch die vertrauten, fremden Räume. Erinnerungen werden frei an eine unverstandene Kindheit, die von Mutter und Großmutter, aus dem Sudentenland vertriebenen Frauen, geprägt war. 

    Wikipedia über Angelika Overath >
 
Nr. 45, Gotische Bohlenstube im Humpishaus

 

Markus Orths, Schriftsteller
Erzählband „Fluchtversuche“

In den versponnenen, hintersinnigen Geschichten des mehrfach preisgekrönten Autors ist nichts, wie es zunächst scheint. Sonderbare Geschehnisse, mit feiner Ironie und hintergründigem Humor beschrieben, führen zu unerwarteten Wendungen im Leben der Protagonisten. So werden aus vermeintlichen Endpunkten Anfänge, Aufbrüche und Fluchten.

    Wikipedia über Markus Orths >
 
Nr. 51, Familie Reusch (Spätmittelalterlicher Saal)

(c) Marianne Fleitmann
 

Jürg Amann, Schriftsteller
Novelle "Die Reise zum Horizont"

Ein reales Ereignis, ein Flugzeugabsturz in den Anden, bildet den Hintergrund dieser Novelle. Im Kampf gegen Kälte und Hunger ringen die Überlebenden auch um ihre menschliche Würde. Welchen Wert haben Ethik und Moral angesichts des unausweichlich erscheinenden Todes? Schließlich siegt der Überlebenswille über eines der größten menschlichen Tabus.

    Wikipedia über Jürg Amann >
 
Nr. 59, Galerie Hölder (Mittelalterliches Kontor)
 

Roland Kachler,
Theologe und Psychotherapeut
"Meine Trauer wird dich finden"

Nach einem Todesfall geht es nur in der äußeren Realität um ein Loslassen des Verstorbenen. Im Inneren aber wollen Trauer und Liebe eine neue, innere Beziehung zu ihm. Trauerarbeit verhilft zu einer solchen Beziehung, die im Inneren des Hinterbliebenen weitergeht. Konkrete Schritte auf diesem neuen Weg der Trauerbewältigung werden aufgezeigt.

    Homepage von Roland Kachler >
 
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